- 21.04.2026 - Von Wohnraum bis soziale Nutzung: Individuelle Konzepte für kirchliche Immobilien
- 31.03.2026 - „Unser starkes Kreuz“ erreicht breite Öffentlichkeit zur Kommunalwahl
- 31.03.2026 - Neuer landeskirchlicher Beauftragter für Politik
- 13.02.2026 - ELKB stärkt strategische Organisationskommunikation
- Das Zeichen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB)
Von Wohnraum bis Sozialnutzung: Individuelle Konzepte für kirchliche Immobilien
Neue Beratungsgesellschaft equadra GmbH unterstützt Kirchengemeinden bei Entwicklung und strategischen Entscheidungen
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) baut ihre Unterstützung für Kirchengemeinden im Umgang mit Immobilien aus: Mit der equadra GmbH bekommen Kirchengemeinden eine zentrale Anlaufstelle für die Entwicklung, Umnutzung oder Veräußerung ihrer Gebäude.
„Die Gründung von equadra ist ein weiterer Schritt, mit dem wir uns für die Zukunft aufstellen. Erklärtes Ziel ist es, die (Gesamt-)Kirchengemeinden langfristig, kompetent und nachhaltig bei der nötigen Transformation ihrer Immobilien zu unterstützen“, betont Oberkirchenrat Florian Baier. Dabei versteht sich das Kompetenzzentrum zur Transformation kirchlicher Immobilien als Partner der Kirchengemeinden, so Oliver Rose, designierter Geschäftsführer der equadra GmbH: „Uns ist es sehr wichtig, diesen besonderen Immobilien gerecht zu werden, die Menschen mit einzubeziehen und die beste Lösung für die Kirchengemeinden zu entwickeln.“
Vielfältige Nutzungsoptionen
Equadra setzt bewusst auf ergebnisoffene Beratung: Für jede Immobilie wird individuell geprüft, welche Entwicklungsperspektive sinnvoll ist. Dabei geht es nicht um Standardlösungen, sondern um passgenaue Kombinationen unterschiedlicher Maßnahmen.
Konkrete Möglichkeiten reichen von der Schaffung von Wohnraum – etwa barrierefreien oder geförderten Wohnungen – über soziale Nutzungen wie Tagespflege, Kitas oder integrative Einrichtungen bis hin zu gemeinschaftlich genutzten Räumen für Bildung, Kultur und kirchliche Angebote. Ebenso können neue Nutzungskonzepte mit wirtschaftlichen Komponenten verbunden werden, etwa wenn Erträge aus Wohn- oder Gewerbenutzungen zur Finanzierung kirchlicher Angebote beitragen.
Auch Kombinationen sind möglich: Teile eines Grundstücks können entwickelt oder veräußert werden, während andere Flächen weiterhin kirchlich genutzt werden. Bestehende Gebäude können energetisch saniert, umgebaut oder durch neue Nutzungen ergänzt werden.
Begleitung im gesamten Prozess
Das Angebot reicht von der Analyse und Zielfindung über die Entwicklung tragfähiger Konzepte bis zur Umsetzung. Bei Bedarf organisiert equadra ergänzende Leistungen wie Machbarkeitsstudien oder Beteiligungsverfahren und übernimmt auch Aufgaben in der Projektsteuerung. Als Schnittstelle bringt das Unternehmen kirchliche Eigentümer, Investoren und Projektentwickler zusammen und strukturiert die Zusammenarbeit.
Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen
Viele kirchliche Gebäude werden nicht mehr vollständig genutzt oder können langfristig nicht im bisherigen Umfang erhalten werden. Gleichzeitig binden Fragen rund um Sanierung und Nutzung erhebliche Ressourcen in den Gemeinden. equadra unterstützt dabei, Optionen zu klären, Entscheidungen vorzubereiten und Prozesse zu bündeln. Maßstab bleibt der kirchliche Auftrag vor Ort sowie die konkrete Situation der jeweiligen Immobilie.
Gemeinsame Gesellschaft von ELKB und ESW
Equadra ist eine gemeinsame Unternehmung der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und des Evangelisches Siedlungswerk (ESW). „Gemeinsam mit der ELKB verfolgen wir das Ziel, die Transformation der vielfältigen kirchlichen Immobilien in Bayern positiv voranzubringen. Mit unserer Expertise ermöglichen wir eine wirtschaftliche, baukulturelle und bedarfsorientierte Betrachtung“, erklären Gerda Peter und Michael Soukup, Geschäftsführung des ESW.
Weitere Informationen und Transformationsbeispiele finden Sie unter www.equadra.de.
München, 21. April 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
„Unser starkes Kreuz“ erreicht breite Öffentlichkeit zur Kommunalwahl
Für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) war die Kampagne „Unser starkes Kreuz für Demokratie“ ein Erfolg. Viele Gemeinden und Dekanate haben von Anfang Januar bis Ende März im Vorfeld der Kommunalwahl in ganz Bayern analog und online wirksam für demokratische Werte Stellung bezogen. „Die Kampagne zeigt, dass Kirche einen eigenständigen Beitrag zum demokratischen Diskurs leisten kann, indem sie christliche Werte wie den Schutz der Menschenwürde sichtbar und wirksam in gesellschaftliche Debatten einbringt“, betont Landesbischof Christian Kopp.
Über 1 Mio. erreichte Social-Media Konten Eine gezielte Social-Media Kampagne mit Informationen über die Bedeutung der Kommunalwahl und dem Impuls, selbst wählen zu gehen, erreichte über eine Million Social Media Konten in Bayern. Die Beiträge auf Meta, Google und TikTok erreichten über 7 Mio. Impressionen und trugen maßgeblich zur Sichtbarkeit der Kampagne bei.
Rund 20.000 Seitenansichten und hohe Verweildauer auf der Website
Die digitalen Kennzahlen unterstreichen die Reichweite der Kampagne: Rund 20.000 Seitenansichten auf www.unser-starkes-kreuz.de, eine durchschnittliche Verweildauer von fast sechs Minuten sowie über 1.000 Downloads zeigen ein starkes Interesse und eine intensive Nutzung auch der Website-Inhalte.
Rund 770 Beteiligungen bei der Aktion „Gesicht zeigen“
Zentrale Aufmerksamkeit erhielt die Aktion „Gesicht zeigen“ mit insgesamt 767 veröffentlichten Visuals. Dabei wurde konsequent auf eine klare demokratische Haltung geachtet. Beiträge mit extremistischen oder parteipolitisch werbenden Inhalten wurden ausgeschlossen. Gleichzeitig beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter aller großen demokratischen Parteien. Die Kampagne wurde von über 30 Kooperationspartnern getragen.
Gezielte Unterstützung durch den „Love Storm“
Ein besonders sichtbares Element war der „Love Storm“ der Evangelischen Jugend Bayern (EJB), der in mehreren Einsätzen Kandidierende verschiedener demokratischer Parteien – unter anderem aus Coburg, Bad Endorf, Aschaffenburg, Dinkelsbühl und Nürnberg – gegen Hass und Hetze im Netz unterstützte. Die Rückmeldungen der Betroffenen waren durchweg positiv. Auch die unterstützenden Jugendlichen bewerteten die Aktion als sehr gewinnbringend. In Schulungen wurden sie vorab auf den Umgang mit Hetze im Netz gut vorbereitet. Ramona, die selbst am Love Storm teilgenommen hat, beschreibt ihre Erfahrung so: „Ich finde es sehr herausfordernd, beim Lovestorm dabei zu sein, weil es nochmal etwas ganz anderes ist, sich aktiv gegen Hass zu stellen und all die Kommentare zu lesen. Gleichzeitig motiviert mich total, dass wir das zusammen machen und sich auch andere dem gleichen Problem stellen und aktiv werden. Das gibt mir viel Hoffnung für ein besseres und couragierteres digitales Miteinander.“
Das Angebot von Seelsorge für politisch Aktive wird über die Dauer der Kampagne hinaus weitergeführt: https://unser-starkes-kreuz.de/fuer-aktive-der-politik/beistand-von-see…
Alle Materialien vollständig abgerufen und bayernweit eingesetzt
Die vorbereiteten Materialien wurden vollständig abgerufen und bayernweit eingesetzt: 60 kleine und 40 große Banner, 40 Fahnen sowie 15.000 Flyer und 7.500 Bierdeckel. Viele Gemeinden beteiligten sich darüber hinaus mit eigenen Beiträgen, die teils auf der Kampagnenseite dokumentiert sind. https://unser-starkes-kreuz.de/vor-ort
Etwa täglich Veranstaltungen in Bayern
Über den gesamten Zeitraum hinweg fand in den Gemeinden der ELKB in ganz Bayern und online etwa täglich eine Demokratie-Veranstaltung statt. Zudem gingen zahlreiche Veranstaltungshinweise von Kooperationspartnern ein. Die Übersicht der Termine in Bayern mit dem #demokratie bleibt derzeit online verfügbar. https://unser-starkes-kreuz.de/veranstaltungen-ganz-bayern
Flächendeckend, überparteilich und mit Perspektive
Für Martin Becher, Leiter der Fachstelle Demokratie und gesellschaftliches Miteinander (ELKB), liegt der Erfolg vor allem in der Verbindung von klarer Haltung und breiter Anschlussfähigkeit. Die Kampagne sei flächendeckend, analog und digital präsent gewesen, überparteilich und zugleich eindeutig und habe Kirche, Politik und Öffentlichkeit gleichermaßen erreicht. „Für alle Anlässe, für verschiedene Zielgruppen und für unterschiedliche kirchliche Organisationen war etwas dabei“, so Becher. Deshalb werde die Kampagne bleiben, weitergeführt und bei künftigen Anlässen weiterentwickelt, erklärt Becher: „Mit uns können Sie rechnen. Und manche müssen mit uns rechnen.“
31.03.2026
München, Christine Büttner, Pressesprecherin
Neuer landeskirchlicher Beauftragter für Politik
Tobias Zeeb pflegt/gestaltet ab 1. Juni 2026 den Dialog zwischen Kirche und Staat
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) hat Pfarrer Tobias Zeeb zum neuen
landeskirchlichen Beauftragten für die Beziehungen zur Politik berufen. Der 36-Jährige wird die Aufgabe zum 1. Juni 2026 übernehmen. In dieser Funktion wird er künftig die Kirchenleitung bei den Beziehungen zum Bayerischen Landtag und zur Staatsregierung, zum Deutschen Bundestag und zur Bundesregierung sowie für Europafragen unterstützen und die kirchlichen Anliegen im politischen Raum vertreten.
Verbindung zwischen Kirche und Politik
Die Aufgabe von Pfarrer Zeeb ist, kirchliche Perspektiven in gesellschaftliche und politische Diskurse einzubringen und zugleich Ansprechpartner für Menschen im politischen Umfeld zu sein.
Landesbischof Christian Kopp erklärt, Tobias Zeeb vertrete christliche Überzeugungen wach, reflektiert und mit hohem Verantwortungsbewusstsein. In Zeiten zunehmender Polarisierung brauche es Stimmen, die unterschiedliche Perspektiven ins Gespräch bringen und Haltung geben. Kopp betont: „Tobias Zeeb artikuliert ethische Fragen klar und bringt die Positionen der Kirche profiliert in öffentliche und politische Debatten ein. Ich bin überzeugt, dass er damit wichtige Impulse für den Dialog zwischen Kirche, Politik und Gesellschaft setzt.“
Stimme der Kirche in politische Diskurse einbringen
Tobias Zeeb freut sich auf seine neue Aufgabe: „Die Perspektive der Landeskirche in den politischen Diskurs einzubringen und zu vertreten, ist mir ebenso wichtig wie die Menschen, die im Politikbetrieb unterwegs sind. Für sie bin ich als Pfarrer und Seelsorger da. Die Kirchen leisten in herausfordernden Zeiten einen wichtigen Beitrag zur Orientierung der Einzelnen wie der Gesellschaft – etwa im Religionsunterricht oder durch differenzierte Stellungnahmen. Jeder Christ, jede Christin, gestaltet die
Gesellschaft und Welt mit. Glaube ist öffentlich relevant.“
Zur Person
Tobias Zeeb, geboren 1989 in Tübingen, ist seit 2022 Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und derzeit in der Kirchengemeinde Neugablonz tätig. Er studierte Evangelische Theologie in Tübingen und Berlin und war unter anderem Stipendiat der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg im Rahmen eines Konsultationsprozesses zum Leitbild des gerechten Friedens. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich mit Fragen theologischer
Ethik und Verantwortung, insbesondere mit dem Verantwortungsverständnis im Anschluss an den französischen Philosophen Emmanuel Levinas.
München, 31. März 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
ELKB stärkt strategische Organisationskommunikation
Neuer Bereich Kommunikation reagiert auf veränderte Rahmenbedingungen
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) richtet ihre Kommunikationsarbeit neu aus und stärkt künftig ihre strategische Organisationskommunikation. Ziel ist es, die kirchliche Kommunikation stärker an den Bedürfnissen von Mitgliedern, Mitarbeitenden und kirchlich Interessierten auszurichten und zugleich auf veränderte finanzielle und mediale Rahmenbedingungen zu reagieren.
Im Zuge dieser Neuausrichtung kündigt die ELKB die bestehende Zuwendungsvereinbarung mit dem Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) zum 31.Dezember 2026. Über mögliche neue Formen der Zusammenarbeit wird in den kommenden Gesprächen entschieden.
Weiterentwicklung der Organisationskommunikation
Rückläufige Mitgliederzahlen, sinkende Kirchensteuereinnahmen und ein dynamischer Medienwandel erfordern neue Schwerpunkte und Strukturen. Ziel der seit zwei Jahren laufenden Prozesse ist es, die Organisationskommunikation zu stärken und publizistische Angebote auf ihre Reichweite und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen.
Kern des neuen Modells ist der Aufbau des Bereichs Kommunikation im Landeskirchenamt mit einem Team. Zu den Aufgaben gehören strategische Kommunikation, Presse- und Medienarbeit, Mitglieder- und interne Kommunikation, digitale und zielgruppenorientierte Formate sowie Krisenkommunikation.
Der Bereich Kommunikation wird im Landeskirchenamt organisatorisch an die Abteilung Kirche und Gesellschaft unter der Leitung von Oberkirchenrat Stefan Blumtritt angebunden. „Mit der neuen Organisationskommunikation schaffen wir klare Zuständigkeiten, bündeln Kompetenzen und stärken die strategische Ausrichtung unserer Kommunikation“, betont Blumtritt. „So können wir die kirchliche Stimme unter veränderten Rahmenbedingungen weiterhin verlässlich und wirksam in die Öffentlichkeit einbringen.“
Evangelische Publizistik bleibt Bestandteil kirchlicher Präsenz
Angesichts sinkender Einnahmen und steigender Kosten strebt die Landeskirche zwar effizientere Strukturen an, hält aber an der Bedeutung evangelischer Publizistik fest. Deshalb führt die ELKB ihre Rundfunkarbeit in öffentlich-rechtlichen und privaten Medien fort. Auch der Evangelische Pressedienst (epd) bleibt als unabhängige Nachrichtenagentur ein wichtiger Bestandteil kirchlicher Medienpräsenz.
München, 13. Februar 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
Das Zeichen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB)
Das Zeichen – bzw. die „Bildmarke“ – der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist bewusst offen konstruiert: Es zeichnet nicht das Kreuz selbst, sondern das Kreuz entsteht im Betrachten, es zeigt sich, es lässt sich erkennen. Das Zeichen der ELKB ergibt sich daraus, dass unterschiedliche Farbflächen zusammentreten – und in der Verbindung dazwischen zeigt sich dann das Kreuz Christi.
Es ist damit ein schönes Symbol für Kirche: Wir färben mit unseren unterschiedlichen Farbtönen die Umgebung des Kreuzes – und das Kreuz ist das, was uns verbindet. Wir „machen“ nicht das Kreuz, sondern das Kreuz macht uns. Es macht uns zur Kirche.
Das ELKB-Zeichen hat zum Ziel, die Verbundenheit und Gesamtheit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern deutlich werden zu lassen.
