- 13.05.2026 - Eva Illouz analysiert beim Jahresempfang der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern die emotionale Überforderung der Gegenwart
- 11.05.2026 - Landesbischof Kopp betont nach Ostafrika-Reise die Bedeutung globaler Verantwortung, humanitärer Hilfe und weltweiter Partnerschaften
- 21.04.2026 - Von Wohnraum bis soziale Nutzung: Individuelle Konzepte für kirchliche Immobilien
- 31.03.2026 - „Unser starkes Kreuz“ erreicht breite Öffentlichkeit zur Kommunalwahl
- 31.03.2026 - Neuer landeskirchlicher Beauftragter für Politik
- 13.02.2026 - ELKB stärkt strategische Organisationskommunikation
- Das Zeichen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB)
Eva Illouz analysiert beim Jahresempfang der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern die emotionale Überforderung der Gegenwart
Warum Menschen mit ihren Gefühlen allein bleiben
Unter dem Titel „Explosive Moderne – Leben in einer gefühlsstarken Zeit“ lud die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) am Dienstagabend zu ihrem Jahresempfang nach Schloss Tutzing ein. Im Mittelpunkt stand der Vortrag und das Gespräch mit der in Paris lebenden Soziologin und Autorin Eva Illouz. Illouz beschrieb moderne Gesellschaften als emotionale Ordnungen, die Gefühle wie Hoffnung, Enttäuschung, Scham oder Angst hervorbringen. Zugleich werden diese aber immer wieder zur Privatsache erklärt.
Illouz widersprach damit der verbreiteten Vorstellung, Gefühle seien individuelle Befindlichkeiten.
Moderne Gesellschaften erzeugen enorme Erwartungen an Selbstverwirklichung, Erfolg und persönliche Freiheit. Wo diese Erwartungen scheitern, entsteht Enttäuschung, Überforderung und Wut. „Gefühle sind nicht nur privat“, sagt Illouz. „Sie entstehen in gesellschaftlichen Verhältnissen.“
Die Soziologin analysierte die Kultur des permanenten Vergleichs. Nicht absolute Ungleichheit erzeuge die stärksten Kränkungen, sondern die dauernde Sichtbarkeit anderer Lebensentwürfe, Erfolge und Möglichkeiten. Moderne Gesellschaften versprächen Freiheit und Aufstieg, machten Menschen zugleich aber ständig vergleichbar. Hoffnung werde dabei zunehmend ökonomisch verwertet – in Arbeitswelt, Konsumkultur und digitalen Sphären. Aus überhöhten Erwartungen entstehe ein „bitterer Optimismus“, der Menschen dauerhaft antreibe und zugleich erschöpfe.
Kopp: Die Würde eines Menschen hängt nicht von Erfolg oder Leistung ab
Landesbischof Christian Kopp griff diese Diagnose in seiner Eröffnung auf. Viele Menschen hätten heute das Gefühl, sich ständig beweisen zu müssen – beruflich, gesellschaftlich und persönlich. Der christliche Glaube widerspreche einer Kultur permanenter Selbstoptimierung. Er erinnere daran, dass die Würde eines Menschen dem Erfolg vorausgehe. „Du musst nicht perfekt sein, um Verantwortung zu übernehmen“, sagte Kopp. Christlicher Glaube rechne mit Brüchen, Konflikten und Scheitern – auch in
Institutionen und Kirchen.
Zugleich betonte Kopp, religiöse Traditionen könnten Gefühlen eine Sprache geben. Angst, Scham, Hoffnung und Trauer müssten nicht verdrängt werden, sondern könnten ausgesprochen werden. Gerade darin liege eine besondere Freiheit: Verantwortung zu übernehmen, ohne ständig dem Anspruch zu folgen, allem und allen gerecht werden zu müssen.
Illouz: Soziale Ungleichheit wird in Demokratien sogar moralisch legitimiert
Im Gespräch mit der Journalistin Livia Gerster (Frankfurter Allgemeine Zeitung) beschrieb Illouz Hoffnung als Grundgefühl der Moderne – auch mit religiösen Wurzeln. Moderne Gesellschaften lebten von der Vorstellung, dass Menschen ihr Leben verbessern könnten. Zugleich werde Hoffnung politisch und wirtschaftlich instrumentalisiert. Die Folge sei eine Gesellschaft, die Menschen fortwährend Erwartungen aussetze, ohne Sicherheit oder Erfüllung garantieren zu können.
Blume: Offene Gesellschaft braucht Vertrauen und Orientierung
Der Bayerische Staatsminister Markus Blume griff in seinem Grußwort zentrale Gedanken des Abends auf. In einer „explosiven Moderne“ erlebten viele Menschen einerseits so viele Freiheits- und Wohlstandsmöglichkeiten wie nie zuvor, zugleich aber auch Überforderung, Unsicherheit und den Verlust klassischer Aufstiegsversprechen. Gerade deshalb brauche es neue Formen gesellschaftlicher Teilhabe und Vertrauen in demokratische Institutionen. Blume warnte zudem vor digitalen Echokammern und einer zunehmenden Zersplitterung des öffentlichen Raums. Entscheidend seien echte Begegnung, gute Kommunikation und das gemeinsame Ringen um gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die offene Gesellschaft, die liberale Demokratie und die soziale Marktwirtschaft blieben dafür unverzichtbare Grundlagen.
„Eine freie Gesellschaft lebt nicht von Empörung und Zuspitzung, sondern von Vertrauen, Orientierung und der Fähigkeit, Spannungen auszuhalten. Vieles scheint heute gleichzeitig zu explodieren: unsere technischen Möglichkeiten, die gesellschaftliche Komplexität und die Kraft von Emotionen im öffentlichen Raum. Wer Freiheit und Offenheit zurückbauen will, gibt keine Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Gerade in Zeiten algorithmischer Echokammern brauchen wir Orte echter Kommunikation und des offenen Dialogs. Mit ihrem Jahresempfang in der Akademie Tutzing setzt die ELKB dafür ein starkes Zeichen“, sagte Blume.
Der Jahresempfang der ELKB fragte damit nach den emotionalen Bedingungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Deutlich wurde: Demokratien geraten nicht nur durch Krisen und Konflikte unter Druck, sondern auch durch Gefühle von Überforderung, Enttäuschung und sozialer Erschöpfung.
Tutzing, 13. Mai 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
Landesbischof Kopp betont nach Ostafrika-Reise die Bedeutung globaler Verantwortung, humanitärer Hilfe und weltweiter Partnerschaften
„Nur Gerechtigkeit schafft Frieden”
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern pflegt seit Jahrzehnten enge Partnerschaften mit lutherischen Kirchen weltweit. Landesbischof Christian Kopp und eine Delegation von Mission EineWelt, dem Zentrum für internationale Partnerschaftsarbeit der ELKB, besuchten im Mai 2026 die beiden lutherischen Partnerkirchen in Kenia und Tansania. Besonders die Begegnungen mit engagierten Menschen, die unter herausfordernden Bedingungen soziale, medizinische und kirchliche Arbeit leisten, prägten die Reise nachhaltig.
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie in beiden Ländern ohne jegliche finanzielle Unterstützung durch den Staat christliche Unterstützungs- und Bildungsarbeit theologisch fundiert, zugewandt und professionell organisiert wird“, bemerkt die Direktorin von Mission EineWelt, Dr. Gabriele Hoerschelmann.
Die Evangelische Lutherische Kirche in Tansania ist mit über 8,5 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte lutherische Kirche weltweit. Während der Reise traf der Landesbischof Kirchenleitende, Mitarbeitende sozialer Projekte, Menschen, die Krankenhäuser betreiben und in ländlichen Gebieten tausende Menschen versorgen, sowie Freiwillige und Hauptamtliche aus Bayern, die die Arbeit vor Ort unterstützen. Zwischen den lutherischen Kirchen in Bayern, Kenia und Tansania besteht seit vielen Jahren ein sehr enger Austausch, unter anderem durch rund 60 bilaterale Partnerschaften zwischen Gemeinden. Die Reise war geprägt von großer Gastfreundschaft und Warmherzigkeit.
Partnerschaften gemeinsam weiterentwickeln
Ein Höhepunkt der Reise war die Konsultation aller afrikanischen Partnerkirchen in Dar es Salaam, Tansania. Daran beteiligten sich die Bischöfe der Partnerkirchen aus Kenia, der Demokratischen Republik Kongo, Liberia, Mosambik und Tansania sowie Catherine Ngina, die neu gewählte kenianische Bischöfin, die am Pfingstsonntag offiziell in ihr Amt eingeführt und damit als erste Frau Oberhaupt einer ostafrikanischen lutherischen Kirche sein wird.
Im Mittelpunkt der zweitägigen theologischen Konsultation stand die Frage, in welche Richtung sich die Partnerschaften künftig entwickeln werden. Als zentrale Aspekte für ein konstruktives Miteinander wurden gutes Zuhören und das Teilen von Erfahrungen und Wissen herausgearbeitet. Zudem diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam Wege zur Verbindung und Verständigung von Christinnen und Christen sowie aller Menschen weltweit.
Humanitäre Herausforderungen wachsen
Nach Kenia fliehen Menschen aus benachbarten Ländern vor Krieg oder den Folgen des Klimawandels.
Große Flüchtlingslager, zum Beispiel im Norden in Kakuma, werden unter anderem vom Weltdienst des Lutherischen Weltbundes unterstützt.
Bei Gesprächen in Nairobi wurde deutlich, wie sehr in den großen geschützten Lagern für Geflüchtete in Kenia die Kürzung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit durch die US-Regierung und viele andere Regierungen zu enormen humanitären Problemen führt. Nach Angaben der OECD sind die weltweiten Entwicklungsgelder der Industrieländer im vergangenen Jahr um 23,1 Prozent auf 174,3 Milliarden US-Dollar gesunken. Das habe enorme Auswirkungen auf die weltweite Gerechtigkeit und auf notwendige Ausgleichsprozesse, so Landesbischof Kopp. Die großen deutschen Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel Brot für die Welt, weisen ebenso wie evangelische und katholische Kirche seit langem auf die Bedeutung dieser Hilfe hin.
„Nur Gerechtigkeit schafft Frieden. Gerade angesichts wachsender humanitärer Krisen braucht es weiterhin weltweite gegenseitige Unterstützung - finanziell, personell und durch starke Partnerschaften. Die reichen Industrieländer tragen hier besondere Verantwortung, auch die deutsche Bundesregierung”, betont Christian Kopp.
München, 11. Mai 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
Von Wohnraum bis Sozialnutzung: Individuelle Konzepte für kirchliche Immobilien
Neue Beratungsgesellschaft equadra GmbH unterstützt Kirchengemeinden bei Entwicklung und strategischen Entscheidungen
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) baut ihre Unterstützung für Kirchengemeinden im Umgang mit Immobilien aus: Mit der equadra GmbH bekommen Kirchengemeinden eine zentrale Anlaufstelle für die Entwicklung, Umnutzung oder Veräußerung ihrer Gebäude.
„Die Gründung von equadra ist ein weiterer Schritt, mit dem wir uns für die Zukunft aufstellen. Erklärtes Ziel ist es, die (Gesamt-)Kirchengemeinden langfristig, kompetent und nachhaltig bei der nötigen Transformation ihrer Immobilien zu unterstützen“, betont Oberkirchenrat Florian Baier. Dabei versteht sich das Kompetenzzentrum zur Transformation kirchlicher Immobilien als Partner der Kirchengemeinden, so Oliver Rose, designierter Geschäftsführer der equadra GmbH: „Uns ist es sehr wichtig, diesen besonderen Immobilien gerecht zu werden, die Menschen mit einzubeziehen und die beste Lösung für die Kirchengemeinden zu entwickeln.“
Vielfältige Nutzungsoptionen
Equadra setzt bewusst auf ergebnisoffene Beratung: Für jede Immobilie wird individuell geprüft, welche Entwicklungsperspektive sinnvoll ist. Dabei geht es nicht um Standardlösungen, sondern um passgenaue Kombinationen unterschiedlicher Maßnahmen.
Konkrete Möglichkeiten reichen von der Schaffung von Wohnraum – etwa barrierefreien oder geförderten Wohnungen – über soziale Nutzungen wie Tagespflege, Kitas oder integrative Einrichtungen bis hin zu gemeinschaftlich genutzten Räumen für Bildung, Kultur und kirchliche Angebote. Ebenso können neue Nutzungskonzepte mit wirtschaftlichen Komponenten verbunden werden, etwa wenn Erträge aus Wohn- oder Gewerbenutzungen zur Finanzierung kirchlicher Angebote beitragen.
Auch Kombinationen sind möglich: Teile eines Grundstücks können entwickelt oder veräußert werden, während andere Flächen weiterhin kirchlich genutzt werden. Bestehende Gebäude können energetisch saniert, umgebaut oder durch neue Nutzungen ergänzt werden.
Begleitung im gesamten Prozess
Das Angebot reicht von der Analyse und Zielfindung über die Entwicklung tragfähiger Konzepte bis zur Umsetzung. Bei Bedarf organisiert equadra ergänzende Leistungen wie Machbarkeitsstudien oder Beteiligungsverfahren und übernimmt auch Aufgaben in der Projektsteuerung. Als Schnittstelle bringt das Unternehmen kirchliche Eigentümer, Investoren und Projektentwickler zusammen und strukturiert die Zusammenarbeit.
Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen
Viele kirchliche Gebäude werden nicht mehr vollständig genutzt oder können langfristig nicht im bisherigen Umfang erhalten werden. Gleichzeitig binden Fragen rund um Sanierung und Nutzung erhebliche Ressourcen in den Gemeinden. equadra unterstützt dabei, Optionen zu klären, Entscheidungen vorzubereiten und Prozesse zu bündeln. Maßstab bleibt der kirchliche Auftrag vor Ort sowie die konkrete Situation der jeweiligen Immobilie.
Gemeinsame Gesellschaft von ELKB und ESW
Equadra ist eine gemeinsame Unternehmung der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und des Evangelisches Siedlungswerk (ESW). „Gemeinsam mit der ELKB verfolgen wir das Ziel, die Transformation der vielfältigen kirchlichen Immobilien in Bayern positiv voranzubringen. Mit unserer Expertise ermöglichen wir eine wirtschaftliche, baukulturelle und bedarfsorientierte Betrachtung“, erklären Gerda Peter und Michael Soukup, Geschäftsführung des ESW.
Weitere Informationen und Transformationsbeispiele finden Sie unter www.equadra.de.
München, 21. April 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
„Unser starkes Kreuz“ erreicht breite Öffentlichkeit zur Kommunalwahl
Für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) war die Kampagne „Unser starkes Kreuz für Demokratie“ ein Erfolg. Viele Gemeinden und Dekanate haben von Anfang Januar bis Ende März im Vorfeld der Kommunalwahl in ganz Bayern analog und online wirksam für demokratische Werte Stellung bezogen. „Die Kampagne zeigt, dass Kirche einen eigenständigen Beitrag zum demokratischen Diskurs leisten kann, indem sie christliche Werte wie den Schutz der Menschenwürde sichtbar und wirksam in gesellschaftliche Debatten einbringt“, betont Landesbischof Christian Kopp.
Über 1 Mio. erreichte Social-Media Konten Eine gezielte Social-Media Kampagne mit Informationen über die Bedeutung der Kommunalwahl und dem Impuls, selbst wählen zu gehen, erreichte über eine Million Social Media Konten in Bayern. Die Beiträge auf Meta, Google und TikTok erreichten über 7 Mio. Impressionen und trugen maßgeblich zur Sichtbarkeit der Kampagne bei.
Rund 20.000 Seitenansichten und hohe Verweildauer auf der Website
Die digitalen Kennzahlen unterstreichen die Reichweite der Kampagne: Rund 20.000 Seitenansichten auf www.unser-starkes-kreuz.de, eine durchschnittliche Verweildauer von fast sechs Minuten sowie über 1.000 Downloads zeigen ein starkes Interesse und eine intensive Nutzung auch der Website-Inhalte.
Rund 770 Beteiligungen bei der Aktion „Gesicht zeigen“
Zentrale Aufmerksamkeit erhielt die Aktion „Gesicht zeigen“ mit insgesamt 767 veröffentlichten Visuals. Dabei wurde konsequent auf eine klare demokratische Haltung geachtet. Beiträge mit extremistischen oder parteipolitisch werbenden Inhalten wurden ausgeschlossen. Gleichzeitig beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter aller großen demokratischen Parteien. Die Kampagne wurde von über 30 Kooperationspartnern getragen.
Gezielte Unterstützung durch den „Love Storm“
Ein besonders sichtbares Element war der „Love Storm“ der Evangelischen Jugend Bayern (EJB), der in mehreren Einsätzen Kandidierende verschiedener demokratischer Parteien – unter anderem aus Coburg, Bad Endorf, Aschaffenburg, Dinkelsbühl und Nürnberg – gegen Hass und Hetze im Netz unterstützte. Die Rückmeldungen der Betroffenen waren durchweg positiv. Auch die unterstützenden Jugendlichen bewerteten die Aktion als sehr gewinnbringend. In Schulungen wurden sie vorab auf den Umgang mit Hetze im Netz gut vorbereitet. Ramona, die selbst am Love Storm teilgenommen hat, beschreibt ihre Erfahrung so: „Ich finde es sehr herausfordernd, beim Lovestorm dabei zu sein, weil es nochmal etwas ganz anderes ist, sich aktiv gegen Hass zu stellen und all die Kommentare zu lesen. Gleichzeitig motiviert mich total, dass wir das zusammen machen und sich auch andere dem gleichen Problem stellen und aktiv werden. Das gibt mir viel Hoffnung für ein besseres und couragierteres digitales Miteinander.“
Das Angebot von Seelsorge für politisch Aktive wird über die Dauer der Kampagne hinaus weitergeführt: https://unser-starkes-kreuz.de/fuer-aktive-der-politik/beistand-von-see…
Alle Materialien vollständig abgerufen und bayernweit eingesetzt
Die vorbereiteten Materialien wurden vollständig abgerufen und bayernweit eingesetzt: 60 kleine und 40 große Banner, 40 Fahnen sowie 15.000 Flyer und 7.500 Bierdeckel. Viele Gemeinden beteiligten sich darüber hinaus mit eigenen Beiträgen, die teils auf der Kampagnenseite dokumentiert sind. https://unser-starkes-kreuz.de/vor-ort
Etwa täglich Veranstaltungen in Bayern
Über den gesamten Zeitraum hinweg fand in den Gemeinden der ELKB in ganz Bayern und online etwa täglich eine Demokratie-Veranstaltung statt. Zudem gingen zahlreiche Veranstaltungshinweise von Kooperationspartnern ein. Die Übersicht der Termine in Bayern mit dem #demokratie bleibt derzeit online verfügbar. https://unser-starkes-kreuz.de/veranstaltungen-ganz-bayern
Flächendeckend, überparteilich und mit Perspektive
Für Martin Becher, Leiter der Fachstelle Demokratie und gesellschaftliches Miteinander (ELKB), liegt der Erfolg vor allem in der Verbindung von klarer Haltung und breiter Anschlussfähigkeit. Die Kampagne sei flächendeckend, analog und digital präsent gewesen, überparteilich und zugleich eindeutig und habe Kirche, Politik und Öffentlichkeit gleichermaßen erreicht. „Für alle Anlässe, für verschiedene Zielgruppen und für unterschiedliche kirchliche Organisationen war etwas dabei“, so Becher. Deshalb werde die Kampagne bleiben, weitergeführt und bei künftigen Anlässen weiterentwickelt, erklärt Becher: „Mit uns können Sie rechnen. Und manche müssen mit uns rechnen.“
31.03.2026
München, Christine Büttner, Pressesprecherin
Neuer landeskirchlicher Beauftragter für Politik
Tobias Zeeb pflegt/gestaltet ab 1. Juni 2026 den Dialog zwischen Kirche und Staat
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) hat Pfarrer Tobias Zeeb zum neuen
landeskirchlichen Beauftragten für die Beziehungen zur Politik berufen. Der 36-Jährige wird die Aufgabe zum 1. Juni 2026 übernehmen. In dieser Funktion wird er künftig die Kirchenleitung bei den Beziehungen zum Bayerischen Landtag und zur Staatsregierung, zum Deutschen Bundestag und zur Bundesregierung sowie für Europafragen unterstützen und die kirchlichen Anliegen im politischen Raum vertreten.
Verbindung zwischen Kirche und Politik
Die Aufgabe von Pfarrer Zeeb ist, kirchliche Perspektiven in gesellschaftliche und politische Diskurse einzubringen und zugleich Ansprechpartner für Menschen im politischen Umfeld zu sein.
Landesbischof Christian Kopp erklärt, Tobias Zeeb vertrete christliche Überzeugungen wach, reflektiert und mit hohem Verantwortungsbewusstsein. In Zeiten zunehmender Polarisierung brauche es Stimmen, die unterschiedliche Perspektiven ins Gespräch bringen und Haltung geben. Kopp betont: „Tobias Zeeb artikuliert ethische Fragen klar und bringt die Positionen der Kirche profiliert in öffentliche und politische Debatten ein. Ich bin überzeugt, dass er damit wichtige Impulse für den Dialog zwischen Kirche, Politik und Gesellschaft setzt.“
Stimme der Kirche in politische Diskurse einbringen
Tobias Zeeb freut sich auf seine neue Aufgabe: „Die Perspektive der Landeskirche in den politischen Diskurs einzubringen und zu vertreten, ist mir ebenso wichtig wie die Menschen, die im Politikbetrieb unterwegs sind. Für sie bin ich als Pfarrer und Seelsorger da. Die Kirchen leisten in herausfordernden Zeiten einen wichtigen Beitrag zur Orientierung der Einzelnen wie der Gesellschaft – etwa im Religionsunterricht oder durch differenzierte Stellungnahmen. Jeder Christ, jede Christin, gestaltet die
Gesellschaft und Welt mit. Glaube ist öffentlich relevant.“
Zur Person
Tobias Zeeb, geboren 1989 in Tübingen, ist seit 2022 Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und derzeit in der Kirchengemeinde Neugablonz tätig. Er studierte Evangelische Theologie in Tübingen und Berlin und war unter anderem Stipendiat der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg im Rahmen eines Konsultationsprozesses zum Leitbild des gerechten Friedens. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich mit Fragen theologischer
Ethik und Verantwortung, insbesondere mit dem Verantwortungsverständnis im Anschluss an den französischen Philosophen Emmanuel Levinas.
München, 31. März 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
ELKB stärkt strategische Organisationskommunikation
Neuer Bereich Kommunikation reagiert auf veränderte Rahmenbedingungen
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) richtet ihre Kommunikationsarbeit neu aus und stärkt künftig ihre strategische Organisationskommunikation. Ziel ist es, die kirchliche Kommunikation stärker an den Bedürfnissen von Mitgliedern, Mitarbeitenden und kirchlich Interessierten auszurichten und zugleich auf veränderte finanzielle und mediale Rahmenbedingungen zu reagieren.
Im Zuge dieser Neuausrichtung kündigt die ELKB die bestehende Zuwendungsvereinbarung mit dem Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) zum 31.Dezember 2026. Über mögliche neue Formen der Zusammenarbeit wird in den kommenden Gesprächen entschieden.
Weiterentwicklung der Organisationskommunikation
Rückläufige Mitgliederzahlen, sinkende Kirchensteuereinnahmen und ein dynamischer Medienwandel erfordern neue Schwerpunkte und Strukturen. Ziel der seit zwei Jahren laufenden Prozesse ist es, die Organisationskommunikation zu stärken und publizistische Angebote auf ihre Reichweite und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen.
Kern des neuen Modells ist der Aufbau des Bereichs Kommunikation im Landeskirchenamt mit einem Team. Zu den Aufgaben gehören strategische Kommunikation, Presse- und Medienarbeit, Mitglieder- und interne Kommunikation, digitale und zielgruppenorientierte Formate sowie Krisenkommunikation.
Der Bereich Kommunikation wird im Landeskirchenamt organisatorisch an die Abteilung Kirche und Gesellschaft unter der Leitung von Oberkirchenrat Stefan Blumtritt angebunden. „Mit der neuen Organisationskommunikation schaffen wir klare Zuständigkeiten, bündeln Kompetenzen und stärken die strategische Ausrichtung unserer Kommunikation“, betont Blumtritt. „So können wir die kirchliche Stimme unter veränderten Rahmenbedingungen weiterhin verlässlich und wirksam in die Öffentlichkeit einbringen.“
Evangelische Publizistik bleibt Bestandteil kirchlicher Präsenz
Angesichts sinkender Einnahmen und steigender Kosten strebt die Landeskirche zwar effizientere Strukturen an, hält aber an der Bedeutung evangelischer Publizistik fest. Deshalb führt die ELKB ihre Rundfunkarbeit in öffentlich-rechtlichen und privaten Medien fort. Auch der Evangelische Pressedienst (epd) bleibt als unabhängige Nachrichtenagentur ein wichtiger Bestandteil kirchlicher Medienpräsenz.
München, 13. Februar 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
Das Zeichen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB)
Das Zeichen – bzw. die „Bildmarke“ – der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist bewusst offen konstruiert: Es zeichnet nicht das Kreuz selbst, sondern das Kreuz entsteht im Betrachten, es zeigt sich, es lässt sich erkennen. Das Zeichen der ELKB ergibt sich daraus, dass unterschiedliche Farbflächen zusammentreten – und in der Verbindung dazwischen zeigt sich dann das Kreuz Christi.
Es ist damit ein schönes Symbol für Kirche: Wir färben mit unseren unterschiedlichen Farbtönen die Umgebung des Kreuzes – und das Kreuz ist das, was uns verbindet. Wir „machen“ nicht das Kreuz, sondern das Kreuz macht uns. Es macht uns zur Kirche.
Das ELKB-Zeichen hat zum Ziel, die Verbundenheit und Gesamtheit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern deutlich werden zu lassen.
