06.02. - 24.04.2022 | Mareike Drobny | „große Welt“
MAREIKE DROBNY
Biografie
- *1983 Neustadt/ Aisch
- 2004-2009 Alanus Kunsthochschule, Bonn, Diplom und Meisterschülerabschluss
- 2007-2009 Hiroshima City University, Japan
Stipendien / Auszeichnungen
temporäre Kunstprojekte Berlin-Marzahn, Artist in Residence Uster/Zürich, Schweiz, VR-Preis, Debütantenförderung, Bayerisches Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, München, JASSO Stipendium (Japan)
Ausstellungen/ Projekte u. a. Kunsthaus Nürnberg, Kreis Galerie Nürnberg, Künstlerforum Bonn, Jüdisches Museum Berlin, Museum Europäischer Kulturen Berlin, Musée des Beaux Art Nizza
Arbeitsaufenthalte u. a. in Ägypten, Japan, Israel, Mazedonien, Schweiz, Guatemala, Senegal, Ungarn, Norwegen und Südafrika.
Kunstinitiative des Kunstreferates
Unter dem Titel „Hoffnung. Leben. Licht.“ fanden Anfang 2022 in 12 Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wieder Kunst-Gottesdienste statt. Auch die Petruskirche in Neu-Ulm war in diesem Jahr wieder dabei. Diesmal mit einem Werk der Künstlerin Mareike Drobny, das bis zum 24. April zu sehen war.
Sich von zeitgenössischer Kunst berühren und inspirieren zu lassen ist der Sinn und Zweck der Initiative. Für die Ortsgemeinden eröffnet sich so eine Möglichkeit, mit hochrangigen Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt zu kommen. Finanziert wird die Initiative aus dem landeskirchlichen Kunstfonds der bayerischen Landeskirche.
Mareike Drobny
große Welt
165x70 Kreuzstich auf Bauernleinen
Die Arbeit „große Welt“ zeigt eine Stickerei, die beim genaueren Hinsehen Konturen der Erdteile erkennen lässt. Diese graphische und doch räumliche Arbeit ist in feinen Stichen, symmetrisch gedoppelt aufgestickt. Kreuz um Kreuz hat die über alle Grafiken wandernde Nadel ihre Fixierungen zu beseelten Motiven addiert, die der Gestalt der Landschaft, der Erde folgen. Das Kreuz steht hier für eine immer ständige erneute Zentrierung und gleichzeitige Ausrichtung ins Periphere. An der Mittellinie des Bauernleinens erfährt es eine erneute Kreuzung/ Spiegelung. Und auch im Verlauf nach unten kann man in der Vierfachspiegellug, die Wiederholung des Kreuzes erleben. Hier mutiert es durch eine Veränderung des Rhythmus in eine Lebendigkeit, in körperhafte Lebewesen. Die Arbeit ist auf Bauernleinen akribisch gestickt, hat aber immer wieder Details in der die Stickerei in eine Verpixelung endet. Die Arbeit beschäftigt sich auch mit der Frage nach Perspektive und Wahrnehmung füreinander. Daher möchte sie gerade aktuell einladen, sich auf ein Betrachten einzulassen um vielleicht große und ganze Teile für sich neu zu entdecken.
