Marlis Schabacker-Bock
Im Licht des Schattens
24.10. bis 12.11. 2026
Ausstellungsbeschreibung
Mit ihren Werken „Fragmente eines Totentanzes“ im Rahmen der Ausstellung „Im Licht des Schattens“ greift Marlis Schabacker-Bock den klassischen Gedanken des Totentanzes auf. Der Tod wird von ihr in Form einer diffusen, wolkenähnlichen Gestalt dargestellt, über allem schwebend, immer präsent. Ein Mahner, dazu auffordernd, angesichts der Endlichkeit das Leben bewusster, intensiver und sinnvoller zu gestalten und zu genießen.
Marlis Schabacker-Bock hat als Material Styropor gewählt, zerbrechlich, aber vielseitig gestaltbar. Sie hat bewusst einfach und plakativ gehaltene Szenarien geschaffen, die verschiedene Lebenswelten symbolisieren und die Vorstellungskraft des Betrachters zur Reflexion der eigenen individuellen Lebenswirklichkeit beflügeln.
Die Exponate stehen auf Stelzen. Durch diese Präsentation verändert sich nicht nur die Optik, sondern es wird die Assoziation zu Plakataufstellern geweckt, auf denen Ankündigungen und Aufrufe veröffentlicht werden. In diesem Sinne kann auch diese Ausstellung als Aufruf verstanden werden.
Lebenslauf
Marlis Schabacker-Bock wurde in Lübeck geboren. Nach dem Studium der Sozialwissenschaften arbeitete und lebte sie weitgehend in Ulm. Beruflich kam sie viel mit Menschen zusammen – Menschen, ihre Lebenswege und Entwicklungen haben einen zentralen Einfluss auf ihr künstlerisches Schaffen.
Aktiv im Bereich der bildenden Kunst wurde Marlis Schabacker-Bock erst mit der Beendigung ihres Berufslebens. Als Autodidaktik orientiert sie sich dabei an hohen qualitativen Standards. Im Zentrum ihrer Arbeit stand lange die Acrylmalerei, dann aber experimentierte sie mit verschiedenen Materialien. In ihren Arbeiten greift sie sowohl gegenständliche Motive auf als auch abstrakte Perspektiven auf.
Aktuell arbeitet die Künstlerin mit Styropor. Durch das Material selbst, aber auch durch die übereinander geklebten Schichten entsteht eine dreidimensionale Ansicht. Viele Kanten sind einfach gebrochen, wodurch sich unregelmäßige und grobe Formen und eine interessante Haptik entwickeln. So entstehen eher plakative, grobe Strukturen, die trotz einer gewissen Statik Lebendigkeit ausstrahlen.
Marlis Schabacker-Bock ist Mitglied der Kunstgruppe IRIS (Ehingen) und der Freien Künstlergruppe Ulm/Neu-Ulm.
Sie hat zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen (mit)gestaltet, z.B.
• in Ulm in der Galerie Kunstpool, im Künstlerhaus und im Haus der Begegnung,
• in Neu-Ulm in der Caponniere und der Kunstzone,
• außerdem im Kulturgewächshaus Birkenried, in Schloss Filseck, im Franziskanerkloster in Ehingen, der städtischen Galerie Riedlingen, der Wimsener Mühle etc.
Ihr nächstes größeres Projekt wird ein Fries aus Styroporreliefs zum Thema „Freundschaft“ sein.
